Wirkt sich eine Vielzahl von Kategorien schlecht auf Ihre Google Business Profile Rankings aus?

Frau zeigt Mann die Veränderung von Google Business Profile Rankings

Im regionalen Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden sind Unternehmen versucht, ihr Angebot möglichst umfassend darzustellen. Statt einer Fokussierung auf das Kerngeschäft sollen dann auch alle Zusatzleistungen in den Fokus gerückt werden. Dementsprechend neigen einige kleine und mittlere Unternehmen dazu, für ihr Google Business Profile möglichst viele Nebenkategorien auszuwählen. Die Frage ist, wie sich das Hinzufügen – oder auch Weglassen – von zusätzlichen Kategorien auf das Ranking auswirkt. Führen mehr Kategorien also dazu, dass Ihr Unternehmen aufgrund der größeren Bandbreite des Leistungsspektrums häufiger gefunden wird? Oder führt die Vielzahl der Kategorien zu einer Verwässerung und damit zu einem Absturz Ihres Unternehmens im Google Ranking? Also: Lässt sich Local SEO über die Anzahl der Kategorie positiv beeinflussen?

Überblick: Zusammenhang zwischen Anzahl der ausgewählten Kategorien und Google Ranking

Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Anzahl der angegebenen Kategorien innerhalb eines Google Business Profiles und dem Google Ranking lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr hängt die Antwort auf diese Frage davon ab, nach welchen Kriterien die zusätzlichen Kategorien ausgewählt wurden. Hier vorab daher im Überblick die Ergebnisse unserer ausführlichen Tests:

  • Hinzufügen von „ungewöhnlichen“ Kategorien: Diese Änderung hat einen negativen Einfluss auf das Google Ranking.
  • Hinzufügen von inhaltlich verwandten Kategorien: Hier zeigen sich keine oder nur marginale Auswirkungen auf das Google Ranking.  
  • Hinzufügen von spezifizierenden Kategorien: Durch diese Maßnahme kann eine merkliche Verbesserung des Google Rankings erreicht werden. 

Wichtig: Diese Aussagen beziehen sich ausschließlich auf Nebenkategorien. Eine Änderung der Hauptkategorie beim Google Business Profile hat immer einen deutlichen Effekt auf das Google Ranking. Dieser kann, je nach Wahl der neuen Hauptkategorie, positiv oder negativ ausfallen.

Verwässerungseffekt: Viel hilft nicht immer viel

Gerade, wenn die regionale Wettbewerbsdichte für ein Unternehmen in der jeweiligen Region besonders hoch ist, sind Unternehmer versucht, ihr Unternehmen so vielseitig wie nur möglich zu positionieren. Um über Local SEO zu punkten und so via Google möglichst viele Kunden anzulocken, setzen Unternehmen dann bei der Auswahl der Kategorien beim Google Business Profile oftmals auf Masse statt auf Klasse. Hier werden dann alle Kategorien angegeben, die irgendwie zu dem eigenen Unternehmen passen. Diese „ungewöhnlichen Kategorien“ werden jedoch von Google nicht mit einem besseren Ranking belohnt, sondern im Gegenteil mit einem Abrutschen im Ranking bestraft. 

Warum aber führt das Hinzufügen von „ungewöhnlichen Kategotieren“ zu einem negativen Effekt beim Ranking? Um diesen Verwässerungseffekt zu verstehen, lässt sich die Situation mit der Gestaltung eines Schaufensters vergleichen: Wenn ein Fitnessstudio in seinem Schaufenster neben Trainingsgeräten und Fotos aus dem Fitnessstudio auch Schaufensterpuppen in sportlichen Outfits positioniert, wird dies bei Passanten eher für Verwirrung statt für Klarheit über das Angebot sorgen. Eine vergleichbare Reaktion der Google-Suchenden sieht Google vorher und straft daher Unternehmen ab, die mit Blick auf Local SEO auf „ungewöhnliche“ Nebenkategorien setzen. 

Nutzlos aber nicht schädlich: Weglassen oder Hinzufügen von verwandten Kategorien

In ausführlichen Tests haben wir untersucht, welche Auswirkungen das Hinzufügen oder Weglassen von thematisch verwandten Nebenkategorien hat. Dabei haben wir uns auf Nebenkategorien fokussiert, bei denen es sich im weitesten Sinne um Synonyme zu anderen dem Unternehmen zugeordneten Nebenkategorien handelt. Das Ergebnis ist eindeutig und reproduzierbar: Die Effekte sind nahe Null. Es schadet also weder zusätzliche synonyme Nebenkategorien auszuwählen, noch nützt es in Bezug auf das Google Ranking. Ein quantitatives Plus an Nebenkategorien ist also kein effektives Local SEO-Instrument, um das eigene Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb für die Kunden sichtbarer zu machen. 

Booster fürs Ranking: Hinzufügen spezifizierender Kategorien

Wird über das Hinzufügen zusätzlicher Nebenkategorien eine Qualifizierung erreicht, statt nur die Quantität zu erhöhen, so führt dies zu einer Verbesserung beim Google Ranking. Dabei ist genau darauf zu achten, dass die zusätzlichen gewählten Nebenkategorien objektiv für potentielle Kunden einen Mehrwert bei der Suche bedeuten. Welche zusätzlichen Nebenkategorien geeignet sind, eine Spezifizierung zu erreichen, ist für Laien meist nur schwer zu erkennen.

Um diesen Booster-Effekt zu verdeutlichen, lässt sich wieder auf den Vergleich mit dem Schaufenster eines Fitnessstudios zurückgreifen. Handelt es sich beispielsweise um ein Fitnessstudio ausschließlich für Frauen, dann sollte sich diese Information in der Gestaltung des Schaufensters widerspiegeln. Denn das sorgt für mehr Klarheit bei den Passanten. 

Kurskorrektur: Wie sich ein Kategorie-Verwässerungseffekt rückgängig machen lässt

Die gute Nachricht ist: Der negative Einfluss von falsch gewählten zusätzlichen Nebenkategorien lässt sich einfach wieder rückgängig machen. Werden die zusätzlich ausgewählten, verwässernden Nebenkategorien, wieder gelöscht, steigt das Unternehmen wieder im Google Ranking. Unternehmen, die über die Auswahl von Nebenkategorien im lokalen Wettbewerb profitieren möchten, sollten die Unterstützung von Local SEO Experten in Anspruch nehmen. Denn diese kennen alle Stellschrauben, die es gibt, um bei regionalen Suchanfragen über Google auf den Top Drei zu landen. 

Verfasser*in
Mariah Wolf & Joel M Dakhov

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